






In Deutschland ereignen sich im Jahr ca. 400.000 Auffahrunfälle. In etwa 4.000 Fällen treten dabei Traumen im Bereich der HWS auf, wovon wiederum in ca. 2.000 Fällen bleibende Schädigungen nachgewiesen werden können.
Die hier vorgestellte Patientin erlitt im Juni 2005 bei einem Auffahrunfall ein erhebliches Schleudertrauma. Eine 4 Wochen nach dem Unfall durchgeführte MRT Untersuchung hatte einen Bone bruise im Bereich des 2. und 3. Halswirbels links ergeben. Eine Beurteilung der Ligamenta alaria und des Ligamentum transversum war bei dieser Untersuchung nicht möglich.
Aufgrung anhaltender erheblicher Probleme wurde nun nach einem Jahr eine Upright™ MRT Untersuchung unter Funktion durchgeführt mit der Fragestellung einer möglichen Läsion der Ligamenta alaria bzw. des Lig. transversum.
Die Diagnose:
Durch die Funktionsdiagnostik, aufrecht unter der natürlichen Gewichtsbelastung im Upright™ MRT, ergab sich bei der Analyse des cervicookzipitalen Übergangs kein Hinweis auf das Vorliegen einer Läsion der Lig. alaria, jedoch fand sich eine Subluxationsstellung des rechtsseitigen Wirbelgelenkes zwischen C1 und C2 mit angedeuteter Keilwirbelform sowie eine geringgradige Ergussbildung. Dies spricht für das Vorliegen einer traumatisch bedingten Kapselirritation mit der Folge einer Kapselerweiterung, die letztlich die jetzt vorhandene Subluxationsstellung und Erweiterung des Gelenkspaltes erklären kann.
Ferner fand sich eine sehr geringe Distanz zwischen dem Lig. transversum und dem Myelon insbesondere in der Rotationsstellung und kann als Hinweis darauf gelten, dass bei Schleudertraumen mit Rotationskomponente durch den Anprall des Myelons im Bereich der Densspitze ein zervikomyelogenes und/oder ein zervikocephales Syndrom stattfinden kann.